SLIDER

#naehdirwas // Ultra Violet – YAY or NAY? // Jeansjacke

18.02.18

Dass ich mich für das erste #naehdirwas-Thema 2018 auf die Seite der "LILA!"-Sager gestellt hab, hab ich ja schon im Zwischenstand-Post verraten. Bei mir also so "Ultra Violet YAY!". Auch Katha hat ein wunderschönes Kleid in lila genäht. Und Lisa vereint ungefähr jede andere Pantone Trendfarbe 2018 in ihrem süßen Rock – nur lila wirst du bei ihr nicht finden. Aber hey: Alles erlaubt! Ich bin gespannt, welche Seite am Ende mehr Nähanhänger haben wird. Die Auflösung gibt es dann in den nächsten Tagen in der Linksammlung, die du am Ende dieses Posts findest.

Lila Jeansjacke #naehdirwas
Bei mir wurde es eine lila Jeansjacke mit Ärmeln aus gestepptem schwarzen Stoff. Im Endeffekt sieht es total achtzigermäßig aus, oder? :D Und die Angst, dass die Ärmel mit dem Batikmuster des Stoffs so gar nicht zusammenpassen, hat sich auch nicht bestätigt, finde ich. Ich bin echt superzufrieden. Mein verwendeter Schnitt ist übrigens dieser hier von Burda. Hat auch soweit alles gut geklappt. Gibt also ne Empfehlung von mir.

Selbstgenähte Jeansjacke in Pantone Trendfarbe 2018
Wenn du mitgenäht hast: Wie bist du mit dem neuen Zeitplan zurecht gekommen? Findest du es gut, nun zwei Monate für ein Nähstück Zeit zu haben oder (unvorstellbar und ich gehöre natürlich absolut nicht hierzu!) hast du wieder alles eher auf den letzten Drücker genäht und nun eben 8 statt 4 Wochen prokrastiniert? Wie gesagt, das könnte mir ja nie im Leben passieren und es ist wirklich gar nicht so, dass ich die Jacke gestern erst fertig genäht hab und gestern auch erst die Fotos entstanden sind, nein, das ist natürlich gar nicht so gewesen, niemals nicht. Frechheit, mir das zu unterstellen.

DIY Jeansjacke in Ultra Violet
Ich würde gern noch eine zweite Version der Jacke aus hellem Jeansstoff nähen. Und die Nähte dann in neonpinkem Garn als Kontrast dazu wählen. Jetzt weiß ich nämlich, wo die ein oder andere Tücke im Schnittmuster steckt und ein oder zwei Sachen würde ich jetzt auf Anhieb anders machen. Gut, dass Jeansstoff so viel verzeiht und man es gefühlt unendlich oft wieder auftrennen kann. :D

#Naehdirwas: Lila Jeansjacke
Die Fotos hat Kathrin mal wieder von mir gemacht (DANKE LIEBE KATHRIIIIIIN!). Schon die letzte Jacke, die ich für #naehdirwas genäht hab, hat sie fotografiert. #funfact lol

Und ich überlege, ob ich mir nicht mal wieder die Haare abschneiden lassen sollte. So auf Schlüsselbeinlänge vielleicht. Ich hatte eine Zeit lang recht schlimmen Haarausfall und hab das Gefühl, dass meine Haare so fisselig und dünn sind, dass es mich die langen Fransen mehr und mehr nerven. ABER ANDERERSEITS LIEBE ICH MEINE LANGEN HAARE OMG SUCH A HARD DECISION I CAN NOT /Random themenfremde Meckerei Ende

Selbstgenähte Jeansjacke #naehdirwas
Uuuund wenn du noch mitmachen willst bei #naehdirwas: TU ES! Jeder kann und darf mitmachen. <3 Das nächste Thema wird Ende des Monats im Newsletter verkündet, für den du dich hier anmelden kannst. Regeln gibt es zwar, aber die sind sehr einfach und offen gehalten, versprochen:

  • Melde dich für unseren #naehdirwas-Newsletter an, damit du alle zwei Monate das neue Thema erfährst. Keine Sorge, die Themen bieten genügend Freiraum für deine ganz eigene Interpretation!
  • Zeige uns nach einem Monat am 3. Sonntag des Monats deinen Zwischenstand, deine Stoffe, dein Schnittmuster, deine Pläne – wie weit du auch immer schon bist!
  • Blogge nach zwei Monaten am 3. Sonntag über dein genähtes Werk und verlinke deinen Post in unserer Linksammlung hier bei mir, bei Katha oder auch bei Lisa.
  • Es kann ein reiner Outfitpost oder auch ein ganzes Tutorial sein. Ganz wie du magst!
  • Nähe etwas für dich (also nicht für die beste Freundin, den Hund, deinen Gecko, deinen Großonkel oder das Töchterchen. Für dich. Tu dir was Gutes damit!).
  • Egal ob du Profinäher oder Anfänger bist: Es geht ums Selbermachen und den Spaß am Nähen. Wir lernen alle zusammen!
  • Präsentiere nur neu genähtes, bzw. Stücke, die auch erst im Zeitraum des entsprechenden #naehdirwas-Themas entstanden sind.
  • Und ganz wichtig: Jeder darf mitmachen. Und nein, du musst nicht jedes Mal teilnehmen, nur wenn du Lust auf ein bestimmtes Motto hast. Mehr Spaß macht es natürlich, sich jedes Mal der Herausforderung zu stellen!
  • Nicht vergessen: Wenn du deine Werke auf Social Media teilst, vergiss nicht den #naehdirwas-Hashtag, sodass alle dein Werk bestaunen können!  

#naehdirwas


#naehdirwas "Ultra Violet YAY or NAY"

DIY // Schweine Tischleuchte

13.02.18

Manchmal denke ich mir ja, ich hätte so langsam schon wirklich alles in meiner Wohnung schweinifiziert. Bis mir dann doch wieder etwas ins Auge fällt. Wie kürzlich geschehen mit meiner Nachttischlampe. Eigentlich ein eher unscheinbares Ding, das sowieso viel zu selten genutzt wird. Bisher jedenfalls! Denn nun glänzt auf meinem Nachttisch diese wundersüße neue Schweinelampe.
Schweine Nachttischlampe
Ich hatte mir die Lampe schon vor einiger Zeit gekauft, mich aber einfach nicht so richtig ans Bemalen getraut. Eigentlich totaler Quatsch, denn das DIY war wirklich total einfach und auch schnell gemacht, lässt man die Trocknungszeiten der Farbe mal außen vor. Aber sonst ist es eine sehr entspannende Werkelei.

Du brauchst:
  • kugelige, weiße Nachttischlampe, z.B. diese hier (Affiliate-Link)
  • Pinsel
  • Glasmalfarbe in rosa, schwarz und weiß
  • eventuell einen schwarzen Porzellan-Marker für
  • Bleistift

Schweinegesicht vorzeichnen
Sorge zuerst dafür, dass deine Lampe möglichst sauber und fettfrei ist. Sonst bleibt die Farbe nicht ordentlich hängen. Zeichne nun mit dem Bleistift vorsichtig zuerst Augen und Nase, sowie anschließend die Outlines der Ohren auf, damit du etwas zur Orientierung hast. Bist du mit der Position zufrieden, kann es auch schon mit der Farbe losgehen!

Ich habe zuerst mit allen rosa Flächen angefangen. Ohren, Nase sowie die kleinen Bäckchen, aus Niedlichkeitsgründen. Die Augen habe ich mit dem Porzellan-Marker umrandet und anschließend mit schwarzer Glasmalfarbe ausgefüllt. Dann alles gut trocknen lassen.

Lampe anmalen
Je nach Deckkraft deiner Farbe kann es sein, dass du mehrmals pinseln musst. Überprüfe nach jedem Durchgang die Lampe, indem du sie einmal kurz zum Leuchten bringst. Dann kannst du sicher gehen, dass dir das Endergebnis auch gut gefällt. Egal ob durchscheinend oder gut deckend.

Ist alles soweit trocken, kannst du mit dem Marker noch kleine Details, wie die schwarzen Striche auf die Wangen zeichnen, sowie mit der weißen Farbe kleine Lichtpunkte in die Augen setzen. Jetzt ist die Lampe auch schon bereit und kann in den Backofen gehen. Hier orientierst du dich am besten auf den Angaben auf deiner Farbe! Wichtig: Achte darauf, dass du Teile aus Plastik komplett entfernst, sonst schmilzt gibt das nämlich ein Unglück... :D

Details der Lampe
Und tadaaa, fertig ist die wunderbar schöne schweinische Nachtleuchte. Bei mir sitzt das Schweinelicht nun auf meinem Nachttisch und ist dabei äußerst dekorativ.

Leuchtende Schweinelampe
Ursprünglich hatte ich vor, dass die Farbe komplett deckend sein sollte. Aber dann gefiel mir der leicht durchscheinende Effekt doch besser. Auch uneingeschaltet mag ich die Lampe total gern. <3 So putzig, wie sie da nun auf meinem Tisch sitzt. Weiß gar nicht, welches Bild mir besser gefällt: Lampe im Hellen oder Lampe im Dunkeln. Was meinst du? :D

Übrigens hab ich vor einigen Tagen mal wieder ein Video auf YouTube hochgeladen. Darin blättere ich durch den Januar in meinem Hobonichi. Zwar hab ich auf Instagram schon einiges gezeigt, aber die kompletten Seiten gibt es exklusiv im Video, haha! Also, falls es dich interessiert, hier entlang!

Per aspera ad astra: Die Goldenen Blogger 2017

05.02.18

Eine Woche ist es nun schon her, dass ich mich auf den Weg nach Berlin zur Goldenen Blogger Verleihung aufgemacht hab. Schon Ende 2017 hatte ich von meiner Nominierung erfahren (da klickst du dich unbedarft durch einen Artikel der W&V und ZACK – liest du deinen eigenen Namen WTF) und am vergangenen Montag war es dann also soweit: Die Verleihung im Basecamp Berlin stand an.

Preisverleihung der Goldenen Blogger 2017
Quelle: Die Goldenen Blogger
Meine liebe Kathrin war so nett und begleitete mich, damit ich mich nicht allzu awkward fühlte. Kurz bevor die Preisverleihung startete, versammelten sich jedoch alle Nominierten ohne Begleitung in einer anderen Location, zum kurzen Kennenlernen. Was ich nicht erwartete: Statt einem gemütlichen Beisammensein gab es hier vor allem viel, viel Presse. Ich hatte die früheren Verleihungen meist nur online per Livestream verfolgt, aber es kam mir trotzdem so vor, als wäre dieses Jahr ganz besonders viel Medientrubel gewesen.

Mit Prosecco am Stehtisch
Quelle: Die Goldenen Blogger
Während ich mir also schnellstens ein Glas Prosecco schnappte um meine Hände zu beschäftigen und etwas verloren an einem Tisch in einer Ecke des Raumes stand, gesellte sich die Notaufnahmeschwester zu mir, die ebenfalls nominiert war und später auch mit dem besten Blogartikel ausgezeichnet werden würde. Kurze Zeit später stießen auch Tim von Tim schraubt Bass und Björn von Gartenbaukunst an unseren kleinen Tisch – somit waren die drei Nominierten für den "DIY-Blogger des Jahres" schon einmal vereint.

Die Nominierten zum "DIY-Blogger des Jahres"
Tim, ich und Björn
Ich war sehr froh, dass meine beiden Mitnominierten genauso aufgeregt waren wie ich und (noch besser) dass wir so locker quatschen konnten. Und wir waren uns alle einig: Bitte, bitte, lasst es heute Abend keine Publikumsentscheidung werden. Wir alle drei hofften, dass wir da herumkommen würden. Denn es gab für die Verleihung der Preise an diesem Abend drei Möglichkeiten: Per Juryentscheidung, per Onlinevoting oder per Vorort-Publikumsentscheid. In Absteigender Favorisierung meinerseits. Und ob es uns treffen wurde, das wurde vorher leider nicht verraten.

Irgendwann ging es dann für uns alle ins Basecamp, wo die richtige Veranstaltung stattfinden sollte. Kathrin hatte mir bereits einen Platz freigehalten, sonst wäre das nämlich schwierig geworden: Es war megavoll. Fast 400 Leute waren anwesend und der Raum platzte aus allen Nähten. Aber so konnte ich mich neben sie setzen und die Gala sitzend anschauen. Durch den Abend führten Franziska Bluhm, Daniel Fiene, Thomas Knüwer und Christiane Link, die auch gleichzeitig die Veranstalter der Goldenen Blogger sind.

Da die "DIY-Blogger des Jahres" eine der letzten Entscheidungen des Abends war, hatte ich währenddessen genug Zeit, mir die schlimmsten Sachen auszumalen. Ich wurde mit jeder aufgerufenen Kategorie nervöser und dachte nur: Bitte, bitte keine Publikumsentscheidung. Als die DIY-Kategorie dann endlich an die Wand geworfen wurde, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Denn (natürlich) hatten wir das große Los gezogen und waren mit der nächsten Publikumsentscheidung an der Reihe. Ich hüpfte auf wackeligen Beinen auf die Bühne und schaute kurz zu Tim und Björn rüber. Und ich glaubte, in unser aller dreier Augen ein wenig Angst aufblitzen zu sehen.

Ohne viele Worte gab Franzi uns unsere Aufgabe: Wir sollten aus Bauklötzen einen Turm bauen. WAT. Kurzer Blick, ob ich mich nicht vielleicht verhört hätte. Aber nein, auf die Plätze, fertig los. Mit extrem zittrigen Händen schnappte ich mir meine Klötzchen und baute meinen Turm. Hier kamen mir meine regelmäßigen Brettspielabende zugute, in denen ich mit Freunden auch mal Junk Art spiele. Dabei geht es darum, aus verschiedenen Bauteilen den höchsten Turm auf Zeit zu bauen. Man könnte also sagen: Ich hatte unwissender Weise trainiert.
Als die 30 Sekunden Zeit abgelaufen waren, schaute ich zu den (zugegeben viel liebevoller gebauten) Türmchen meiner Mitstreiter hinüber – und hatte den höchsten. Puh. Kurz dachte ich, das sei schon die Entscheidung über den Preis gewesen. Auf der einen Seite war ich unglaublich erleichtert, dass uns das Vorort-Publikumsvoting erspart bliebe, auf der anderen Seite auch verunsichert, da mir mein läppischer Turm nicht das Gefühl gab, eine verdiente Preisträgerin zu sein. Zum "Glück" (hm) gab es anschließend doch noch die Entscheidung per Publikumsapplaus und Lautstärkemessung. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten Anwesenden unsere Blogs kannte, daher hatte ich mit meinem Turmsieg einen leichten Vorteil. Am Ende war es in unserer Kategorie aber das knappste Ergebnis von allen, mit nicht einmal einem Dezibel Unterschied. Aber ja, am Ende hatte ich tatsächlich den Preis in der Hand.

Die Goldenen Blogger 2017
Quelle: Die Goldenen Blogger
Abschließend kann ich nur sagen: Ich habe mich über die Nominierung tierisch gefreut! Dass ich am Ende aber tatsächlich den Preis mit nach Hause nehmen durfte, das war einfach nur Zufall. Ich fände es gut, wenn alle Entscheidungen per Juryvoting gefällt würden. Das ist in meinen Augen die fairste Variante und auch die, bei der die Größe der eigene (Online- oder Vorort-)Anhängerschaft keine Rolle spielt. Es war auf jeden Fall ein superinteressanter Abend, den ich sicher so schnell nicht wieder vergessen werde.

DIY // Schweine Teebeutelhalter aus Fimo

29.01.18

Eine Beichte: Ich habe noch nie etwas aus Fimo gebastelt. Also, nicht mehr, seitdem ich aus dem Kindergartenalter raus bin. (Empörtes Raunen geht durch die Reihen, es wird getuschelt, Stühle werden gerückt, ein paar Menschen verlassen empört den Raum) Es ist halt wirklich so: Ich LIEBE Fimo.

Teebeutelhalter aus Fimo
Meine liebe Freundin Beccy zum Beispiel macht die aberwitzigsten Dinge aus diesem Material. Ich könnte ihr stundenlang live oder auf YouTube dabei zusehen, wie sie winzige Nachbildungen von Essen zaubert, die SO ECHT aussehen, dass ich manchmal gerne reinbeißen würde. :D Im Ernst, schaut euch mal ihre Sachen an! Lisa bastelt auch gefühlt ständig etwas aus Fimo. Diese Terrazzoketten beispielsweise finde ich so, so schön. Höchste Zeit also, etwas schweinisches aus dem Zeug zu machen: Bühne frei für meinen Schweinchen Teebeutelhalter!

Material: Viel Fimo!
Du brauchst:
  • rosa Fimo
  • pinkes Fimo
  • schwarzes Fimo
  • weißes Fimo
  • Modelliertool, aber ein Messer und ein Zahnstocher tun's auch!
  • deine Lieblingsteetasse und (falls sie es nichtist:) eine ofenfeste Form mit ungefähr derselben Randbreite

Optional:
  • Feines Schmirgelpapier
  • Pinsel
  • Glanzlack

Fimo modellieren
Zuallererst: Wasch dir unbedingt die Hände! Du denkst, das passt schon und deine Hände sind doch gar nicht schmutzig? Vergiss es. Fimo (vor allem so helles wie hier) vergisst NICHTS und zieht Schmutz wie ein Magnet an. Vertrau mir – wasch dir zuerst die Hände! DANN fangen wir an. Schneide dir von dem rosa Fimo ein Viertel ab und knete es so lange in deinen wundervoll sauberen Händen, bis es leicht formbar ist. Bei so einem großen Stück kann das schon einmal eine kleine Weile dauern. Gib nicht auf! Forme es anschließend zu einem Zylinder.

Aus Fimo wird ein Schweinchen modelliert
Jetzt kommt deine Lieblingstasse zum Einsatz (vergiss nicht, auch die vorher gründlich zu säubern!). Drücke deinen Fimo-Zylinder so an den Rand, dass etwa 1/4 des Fimos über die Tasse schaut, der Rest an der Seite der Tasse herunterhängt. Man kann den Schweinekörper schon leicht erahnen, oder?

Fimo kneten
Bist du mit der Grundform zufrieden, nimm dir ein wenig frisches rosa Fimo, rolle es zu einer gleichförmigen Wurst und teile diese anschließend in zwei Hälften. Das werden die Ärmchen des Schweins! Raue die Enden der Fimowurst mit deinem Modelliertool oder einem Zahnstocher an und wiederhole dies an der Stelle, an der du die Arme am Schweinekörper befestigen willst. Drücke die Ärmchen dann vorsichtig an den Körper und bearbeite die Übergänge mit deinen (SAUBEREN) Fingern oder deinem (SAUBEREN) Modelliertool.

Fimo schneiden
Der nächste Schritt hat ein bisschen was von einem chirurgischen Eingriff. Zumindest habe ich mich ein wenig gefühlt wie ein Arzt, der siamesische Zwillinge trennt. Denn jetzt schneiden wir etwa das untere Viertel des Schweinekörpers mittig ein, sodass wir zwei einzelne Beinchen haben. Sei sanft!

Schweinchen aus Fimo formen
Nimm dir nun zwei gleiche Teile frisches rosa und pinkes Fimo und mische die beiden so lange zusammen, bis keine Farbschlieren mehr in der Masse zu sehen sind. Aus dieser Masse formst du nun zwei abgerundete Dreiecke für die Ohren und ein flaches Oval für die Schweinsnase. Mit einem Zahnstocher oder dem Modelliertool piekst du hier auch gleich zwei Nasenlöcher ein. Übrigens kannst du hier gut sehen, wofür wir zum Schluss das Schleifpapier verwenden werden: Bisher haben die Ohren nämlich zwei perfekte Fingerabdrücke von mir. Du kannst natürlich selbst entscheiden, wie viel pinkes Fimo du für Ohren und Nase verwendest. Ob komplett pink oder rosa wie der Rest des Schweinchens: Alles ist möglich, wuhey! Raue nun die Unterseiten der Ohren und der Nase ein wenig an und "klebe" alles an die richtige Stelle im Schweinegesicht.

Schwein aus Fimo
Und noch ein Moment, der mir fast körperliche Schmerzen bereitet hat: Nun piekst du dem Schweinchen ein Loch in den Schweinehintern. Ebenfalls aus einem pinken Fimostück rollst du eine dünne Fimowurst und drehst sie zu einem schweinetauglichen Ringelschwanz zusammen. Ein Ende steckst du nun in das soeben gepiekste Loch und modellierst das Loch zu, sodass das Schweineschwänzchen auch an Ort und Stelle bleibt.

Fast fertiges Schwein aus Fimo
Nun kommt die dunkelste Farbe ins Spiel! Mit dem schwarzen Fimo werden die Klauen für die Füße geformt. Ich bin hier wie mit einem Handschuh vorgegangen: Ich habe ein kleines Stück schwarzes Fimo flach ausgerollt und dann um das äußerste Ende der Beine gewickelt. Mit dem Modelliertool habe ich dann die Klauen modelliert und die Übergänge geglättet. Für die Augen habe ich jeweils ein Ministück schwarzes Fimo zu einer Kugel gerollt und diese dann platt gedrückt. Du brauchst wirklich nur ganz wenig! Dein Schweinchen ist jetzt schon fast fertig. Du kannst nun die letzten Handgriffe am Gesicht vornehmen. Ganz zum Schluss, nachdem du deine Arbeitsplatte und deine Hände ordentlich (!) gesäubert hast, schnappst du dir noch gaaaanz wenig von dem weißen Fimo, rollst wieder zwei klitzekleine Kugeln, noch kleiner als die schwarzen, und drückst sie dann platt. Das werden Glanzlichter in den Augen des Schweins. Du kannst jeweils eins in die schwarzen Augen setzen, am besten rechts oder links oben, oder mehrere.

Schweinchen Teebeutelhalter aus Fimo
Zum Schluss hängst du dein Fimo-Schweinchen an deine Tasse oder ofenfeste Form und stellst dein Werk für 30 Minuten bei 110°C in den vorgeheizten Backofen. Nach der halben Stunde lässt du das Schwein, ruhig noch an der Form hängend, in Ruhe auskühlen. Jetzt kannst du mit dem feinen Schmirgelpapier noch feine Korrekturen vornehmen und zum Beispiel oberflächliche Flecken oder Fussel (ODER KATZENHAARE *guckt böse zu den Schnurrberts*) entfernen. Ein letzter, optionaler Schritt: Pinsele das Schweinchen mit Glanzlack ein, dann glänzt es schön und ist noch haltbarer.

Teebeutelhalter aus Fimo in Schweineform
Und jetzt? Jetzt musst du nur noch Tee trinken und kannst den Beutel ganz bequem an den Ohren oder den Ringelschwanz deines Teebeutel Schweins hängen. Nie wieder verlorene Teebeutel mit den Fingern aus der Tasse ziehen! WHEEEY!

Übrigens: Yvonne von Mohntage hat letztes Jahr auch einen Teebeutelhalter aus Fimo modelliert. Bei ihr wurde es ein Kaktus. Auch sehr süß! <3

Freitagsfavoriten Januar 2018

26.01.18

Nachdem die Freitagsfavoriten im Dezember ausgefallen sind, hab ich mich doch dazu entschlossen, sie 2018 weiterzuführen. Auch, wenn sie vielleicht nicht die Beiträge mit den meisten Klicks sind: Ich liebe es, Posts und Dinge vorzustellen und dir zu zeigen. Vielleicht entdeckst du ja den ein oder anderen Blog oder Beitrag, der dir gut gefällt. So ein bisschen die erweiterte Blogroll, von der ich übrigens auch Fan bin.

Freitagsfavoriten Januar 2018
Der Januar war bei mir geprägt von ganz vielen Veränderungen. Alles neu macht 2018, sozusagen. Ich hab meinen Job als Social Media Managerin in einer Agentur gekündigt und arbeite ab sofort als selbstständige Social Media Beraterin. Puh. Ganz schön aufregend. Und mit viel mehr Papierkram verbunden als gedacht. Aber es ist wirklich ein Abenteuer und ich freue mich total auf die neue Herausforderung.

Naiv wie ich war, dachte ich eigentlich, dass ich mit meiner neu gewonnenen Zeit dieses Jahr ganz easy bei 28 Days of Blogging mitmachen könnte. Vielleicht erinnerst du dich: In den letzten beiden Jahren habe ich im Februar jeweils einen Post am Tag veröffentlicht. Aber leider wird das dieses Jahr nicht funktionieren. Zu viele andere Dinge stehen an. Daher bin ich dieses Jahr nicht bei der Aktion dabei. Allen anderen Teilnehmern wünsche ich aber sehr viel Spaß!

YouTube hat mir kürzlich dieses Video reingeshufflet: "Why people believe they can't draw - and how to prove they can". Eigentlich wollte ich weiterklicken, aber dann hat es mich doch gefesselt. Und die Botschaft ist toll. Nimm dir doch mal die 15 Minuten Zeit und schau es dir an! :)

✿ Manchmal erscheint es fast unmöglich, Plastik zu vermeiden. Vor allem beim Obst- und Gemüsekauf greife ich viel zu oft zu den kleinen Plastikbeuteln. Selmin zeigt nun, wie man ganz einfach eigene Beutel upcyclen kann. Das nehme ich mir auch mal vor!

✿ Ich liebe ja so ziemlich alles Rezepte mit Süßkartoffeln. Aber hast du schon einmal lila Süßkartoffel Latte gesehen? Für mich war das neu, aber ich muss das unbedingt mal ausprobieren, wenn ich lila Süßkartoffel finde...

✿ Wie ihr wisst, bin ich seit Anfang des Jahres ja total im Hobonichi-Fieber. Neben meinen Favoriten, die ich euch schon im letzten Post dazu vorgestellt hab, bin ich nun auch auf Max aufmerksam geworden, dessen Stil ich total mag und dessen Videos ich total gern schaue.

Twitter ist nach wie vor mein liebstes Social Network. Ja, wirklich. Vor allem für solche Aktionen wie #12Briefefür2018 liebe ich es. Das Hashtag-Projekt für handgeschriebene Briefe hat Kathreen Claire ins Leben gerufen und das beste? Auch du kannst ganz einfach mitmachen! Einfach unter dem Hashtag twittern, dass du dabei sein willst. Melden sich mehr als 12 Leute bei dir, kannst du entscheiden, ob du dich für die ersten entscheidest oder einfach auslost, wer einen Brief von dir bekommen soll. (Ich hab nun 14, weil sich 14 Leute gemeldet haben und ich nicht 2 auslassen wollte... nicht ganz den "Regeln" entsprechend, aber was solls!)

Übrigens: Am Montag bin ich in Berlin zur Preisverleihung der Goldenen Blogger 2017 eingeladen – denn ich bin tatsächlich in der Kategorie "DIY-Blogger des Jahres" nominiert. WAHNSINN! Ich bin total aufgeregt und super gespannt. Auch auf meine beiden Mitnominierten Gartenbaukunst und Tim schraubt Bass. Ich liebe es, dass wir alle drei doch eher "ungewöhnliche" DIY-Themen abdecken. Und bin gespannt, wie die Entscheidung ausfällt. Es ist noch nicht klar, ob die Kategorie per Jury-, Vorort-Publikums- oder Online-Voting entschieden wird. Sobald ich es weiß, geb ich natürlich auf Twitter und Facebook Bescheid. Vielleicht hast du ja Lust, im Falle eines Onlinevotings für mich zu voten. :)

#naehdirwas Zwischenstand Januar

21.01.18

Lila gestaltet sich schwieriger, als erwartet. Klar, ich hätte mich auch für eine der anderen Pantone Trendfarben für's Frühjahr entscheiden können. Das türkis-grüne "Arcadia" vielleicht oder eine der schweinchenähnlichen Farben "Pink Lavender" oder "Blooming Dahlia" aber ich will das erste Thema unbedingt der Pantone Color of the Year "Ultra Violet" widmen. Ultra Violet also definitiv YAY bei mir. Ich weiß, dass sich Lisa für andere Farben entschieden hat, Katha wird sich jedoch, wie ich, an lila versuchen. Und wie sieht es bei dir aus?

Zwischenstand bei #naehdirwas
Ich hab hier in Düsseldorf genau drei Stoffläden, in denen ich regelmäßig vorbeischaue. Falls du hier in der Gegend wohnst: Stoffrolle, Stoffe Hartmann oder ganz klassisch: die Stoffabteilung von Karstadt. Und in 9/10 Fällen werde ich beim ersten Anlauf fündig. Dieses Mal war es leider echt schwierig, denn einen schönen Stoff in lila zu finden ist schwieriger als gedacht. Nach einigen Tagen Herumgesuche (auch online wurde ich nicht so richtig fündig...) hab ich dann doch noch einen Stoff gefunden, der zu mir passt. Nämlich einen lila Jeansstoff mit Batikmuster.

Bei Jeansstoff denke ich direkt an zwei Dinge: Eine klassische Jeanshose oder eine Jeansjacke. Da ich mich noch nicht an eine Jeanshose traue, so wie Selmin, begebe ich mich auf bekannteres Terrain: Mein erstes #naehdirwas-Projekt 2018 soll eine Jacke werden. Und damit es noch einen Kontrast zum lila Batikmuster gibt, habe ich für die Ärmel einen anderen Stoff gewählt. Ursprünglich wollte ich sie aus einem schönen Kunstleder nähen, aber dann stieß ich auf diesen gesteppten und gefütterten Stoff. Ein bisschen bin ich noch unschlüssig, ob das gesteppte Muster und die wilde Batikoptik so gut zusammenpassen, aber ich schätze, ich werde es herausfinden.

Denn eigentlich ist weder lila, noch solche Muster häufig in meinem Kleiderschrank vertreten. Bei mir gibt es sonst viele Streifen, Punkte und einfarbiges. Vorrangig in den Farben schwarz, grau, weiß, rosa und türkis. Da ich in der Pubertät recht schnell "ausgewachsen" war, besitze ich noch immer ganz schön viele Klamotten aus meiner Jugend. Und die sind recht bunt und lassen keine wirkliche Stilrichtung erkennen. Prints, alle Farben des Regenbogens, viele, viele T-Shirts. Da sie aber nicht kaputt sind und noch tragbar – ziehe ich all das noch an. Und kaufe eben neue Dinge nur in meinen "bevorzugten Farben". Nachhaltig und so.

Lila und schwarzer, gesteppter Stoff
Wenn du dir nun denkst "OH, ICH WILL AUCH NOCH MITMACHEN!", dann keine Panik: Du hast noch ganz viel Zeit und bist absolut nicht zu spät. Da wir dieses Jahr immer zwei Monate lang an einem Thema arbeiten, hast du also noch über einen Monat Zeit für dein Nähprojekt zum Thema "Ultra Violet – yay or nay?". Alle Regeln findest du in meinem letzten Beitrag dazu und für alle News rund um #naehdirwas (und das nächste Thema!) kannst du natürlich unseren Newsletter abonnieren.

Hier kannst du deinen Beitrag zu deinen #naehdirwas-Vorbereitungen verlinken. Ganz egal, wie weit du schon bist. Vielleicht bist du fast fertig, vielleicht hast du gerade erst eine grobe Idee. Ganz egal.

#naehdirwas Logo
© KuneCoco • Theme by Maira G.