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Erstaunlich wenig Spaß bei gleichzeitig ausbleibendem Erfolg

Erstaunlich wenig Spaß bei gleichzeitig ausbleibendem Erfolg


Ich habe gerade mal wieder meinen alten Blog durchgescrollt. „Neverending Story“ hieß der, liegt noch immer auf irgendeinem LiveJournal Server und ist inzwischen passwortgeschützt. Ich habe ihn 2005 gestartet und ihn dann 2012 für KuneCoco „verlassen“. Trotzdem bringe ich es einfach nicht übers Herz, all die Alltagsnichtigkeiten und das Gejammere über die Schule (vor allem Latein und Mathe standen sehr hoch im Jammer-Kurs!) einfach mal zu löschen. Denn irgendwie ist es ja auch schön. Es ist schön zu sehen, was man früher so alles als „teilenswert“ erachtet hat. Wie wenig Gedanken man sich um Nische, Erfolg oder die lieben Zahlen gemacht hat und wie krass sich das von der heutigen Bloggerwelt unterscheidet.

Was Großmutter noch wusste: Die gute alte Blogzeit

Versteh mich nicht falsch, ich will hier jetzt nicht rumjammern, dass früher alles besser gewesen wäre und wie eine meckrige Omi vom Fenster aus in den Schulhof des Internets herunterbrüllen, dass Instagram, Analytics und Listicles scheiße sind und alle doch mal wieder zurück zum guten alten Tagebuch-Bloggen kommen sollen. Das wäre ja Quatsch. Alles verändert sich, ich klicke auch gern auf Posts die da heißen „3 Top Tipps für xyz“ und es ist ehrlich gesagt ja auch kein großer Verlust, dass ich hier nicht mehr darüber schreibe, dass ich gerade eigentlich für die Lateinklausur lernen müsste, aber leider gar keinen Bock drauf habe und deshalb viel lieber in mein geliebte „LJ“ schreibe. Und ja, es gibt gefühlt 100 solcher Einträge auf meinem alten LiveJournal-Blog.

In den letzten Monaten hatte ich immer weniger Spaß am Bloggen. War es mir früher total egal, wer und wie viele Personen meine Beiträge anklickten (Hand aufs Herz: das war es wirklich!), merke ich heute immer öfter, wie unverhältnismäßig betrübt es mich macht, wenn die Zahlen niedriger sind als gedacht und man scheinbar in den luftleeren Raum hineinschreibt. Immer weiter habe ich versucht, einen ordentlichen Redaktionsplan zu führen, „Mehrwert“ zu schaffen und „hilfreich“ zu sein. Content zu analysieren und zu versuchen herauszufinden, was meine Leser denn so interessieren könnte. Ohne aber dabei darauf zu verzichten, was mir persönlich die meiste Freude macht: Mein Hobonichi. Taiwan. Schweinkram. So richtig durchgezogen hab ich hier auf KuneCoco weder das eine noch das andere. Dabei hätte mir viel früher bewusst werden müssen, dass dieser Spagat nicht funktionieren kann und irgendwann nur noch zu einer Sache führt: Erstaunlich wenig Spaß bei gleichzeitig ausbleibendem Erfolg.

Foto: Iris’Lens

Seit Monaten rührt es in meinem Kopf. Ich überlege „Was will ich mit KuneCoco?„. „Warum bin ich nicht erfolgreich?“ und weiß dabei selbst nicht genau, was „erfolgreich“ eigentlich bedeuten soll. Daher ändere ich die Frage lieber in „Warum bin ich nicht mehr zufrieden?“.

Was bin ich überhaupt? DIY-Blogger? Schweineblogger? Alles und nichts-Blogger? Ist eine solche Positionierung überhaupt so wichtig und was WILL ich überhaupt sein? Will ich „erfolgreich“ (tbd) sein? Oder will ich wieder mehr mit Herz dabei sein, auch auf die Gefahr hin, dass es keine Sau (pun intended) interessiert?

Geld oder Liebe: Was darf’s sein

Fest steht: Ich habe sehr großes Glück und ich muss mit KuneCoco kein Geld verdienen. Das hier ist keine Einnahmequelle für mich. Du siehst selbst: Bezahlte Werbung gibt es hier kaum. So einige Anfragen für Werbepostings landen jedoch auch in meinem Postfach. Sicher nicht so viele, wie bei manch anderem Blogger, aber durchaus so viele, dass es hier jeden Monat mehrere gesponserte Beiträge geben könnte. Werbung ist für mich auch nichts Böses und ich gönne jedem Bloggerkollegen jede gut gemachte Kooperation. Und wenn es mal für KuneCoco passt, warum nicht? Was ich aber sagen will: Ich kann hier auf KuneCoco machen, was ich will, ohne Angst haben zu müssen, potentielle Werbetreibende zu vergraulen. Eigentlich. Rechenschaft bin ich nur mir selbst schuldig. Eigentlich. Was also hält mich davon ab, einfach das zu machen, worauf ich Lust habe?

Die Angst vor dem Scheitern

Früher konnte ich mich immer hinter der Tatsache verstecken, dass ich ja Vollzeit in einer Agentur arbeite und wenn ich nur mehr Zeit hätte, dann könnte ich auch mehr Erfolg haben mit KuneCoco. Blablabla. Vielleicht erkennst du dich in solchen oder ähnlichen Selbstlügen auch. Jetzt arbeite ich nicht mehr in einer Agentur, bin mein eigener Chef und könnte so viel Zeit in meinen Blog stecken, wie ich will. Mache ich aber nicht. Denn eigentlich ist mir nämlich eines schon lange klar: Schweinchen sind (und es ist mein Kopf, der hier spricht, nicht mein Herz) nun einmal nicht jedermanns Sache. Viele potentielle Leser werden schon allein durch meine Schweineliebe abgeschreckt. Ist ja klar und kenne ich auch von mir selbst: Um sämtliche Pferde mache ich auch einen großen Bogen. Da kann der Content noch so liebevoll gemacht sein. Pferdemädchen, nein danke. Sorry an alle Pferdemädchen an dieser Stelle.

KuneCoco

Auch mit meinen beiden anderen Herzensthemen „Taiwan“ und „Hobonichi“ ist es jetzt nicht so, dass ich mich im absoluten Mainstream bewege und damit die breite Masse abholen könnte. Nun die Situation: Schweineliebe, Taiwan und Hobonichi-Fans wird es höchstwahrscheinlich kaum welche geben. Und vielleicht sitzt die einzige Person, die all diese Interessen vereint, genau in diesem Moment vor dem Computer und tippt diese Zeilen. Woher sollen also die potentiellen Leser kommen?

„Be worth people’s time“

… ist tatsächlich ein Zitat von PewDiePie, welches sich mir seltsam stark eingebrannt hat. Und ja, das stimmt auch. Zum Teil. Denn noch wahrer ist: „Be worth your time“. Und genau hier liegt die Crux: Ich habe aktuell nicht mehr das Gefühl, KuneCoco wäre es wert, dass ich hier meine Zeit reinstecke. Früher hat es mich ausgefüllt, dass ich meinen Schweinkram zeigen konnte. Es hat ein paar Leute interessiert? SUPER! Wenn nicht – kein Problem. Heute ist es aber ein Problem. Ich habe so viele Hobbies und Interessen. Ich lerne Chinesisch. Ich zeichne jeden Tag in mein Hobonichi und möchte das auch 2019 weiterhin tun. Ich möchte generell viel mehr zeichnen. Ich versuche mindestens 2x pro Woche Sport zu treiben und auf mich zu achten. Ich habe mir dieses Jahr eine Selbstständigkeit aufgebaut und will weiterhin so erfolgreich in meinem Bereich bleiben. Einen kleinen, aber sehr feinen Freundeskreis habe ich auch, mit dem ich Zeit verbringen will. Ich habe ein Regal voll ungelesener Bücher sowie Games, die nur darauf warten, dass ich endlich Zeit für sie habe. Zeit, die ich aktuell in KuneCoco stecke um DIYs und anderen Content zu machen, an dem ich gar nicht so viel Interesse habe. Ich will nicht „nur für den Blog“ basteln und das mühevoll erstellte DIY danach direkt in die Tonne kloppen, nachdem das perfekte Foto für Instagram geschossen ist. Ich hab keine Lust, zu schauen, was die großen Blogger aus den USA so erfolgreiches auf Pinterest posten und das dann schamlos zu kopieren. Nur noch Listen zu schreiben. Den Content bis zur unkenntlichkeit SEO-zu optimieren. Höher, schneller, weiter. Und das aufgrund von Erwartungen, die niemand an mich stellt, für die einzig und allein ich selbst verantwortlich bin und die mir nichts bringen außer Unzufriedenheit und Selbstzweifel anstelle von dem, was das hier eigentlich bringen sollte: Vor allem nämlich Spaß.

Aber was will ich denn nun?

Puh, ehrlich gesagt? Keine Ahnung. Bisher bin ich mit KuneCoco ruhig und unaufgeregt in den Weiten des Internets herumgedümpelt. So ein bisschen kannst du dir das als kleines Boot vorstellen. In der Ferne sah ich all die prächtigen Luxusliner schwimmen, hab immer mal nett zugewunken und ab und an fuhr auch mal ein schickes Speedboot an mir vorbei. Aber ich schwebte immer weiter in meinem kleinen Boot umher. Ein bisschen fühlt es sich jetzt so an, als wäre ich dieses Jahr allerdings mächtig ins Wanken geraten. Irgendetwas hat mich stark aus dem Gleichgewicht gebracht. So stark, dass  mir das kleine Boot nicht mehr gut genug erscheint. Ich wollte gern bei den großen mithalten. Beliebt sein. Bemerkt werden. Vorne mit schwimmen, statt einfach nur vor mich hinzutreiben. Und hab dabei aber vergessen, dass ich nun mal nur ein kleines Fischerboot bin. Alter, was war in meinem Tee, fragt man sich. Kommen wir zurück in unsere Dimension. Es gibt für mich genau drei Optionen.

Option 1: Vollgas auf dem Blog, Erfolg für mich definieren und Content nur nach Erfolgsformel zusammenbauen. Ob es funktioniert? Unklar. Wird mir das Spaß machen? Sicherlich nicht.

Option 2: Ciao KuneCoco, es waren wundervolle 6,5 Jahre mit dir. Blog dichtmachen, der Onlinewelt abschwören und wie so einer dieser Offline-Menschen leben. Ja, ich hab darüber nachgedacht, aber sind wir mal ehrlich: Ich schaffe es nicht mal, meinen altes Kack-Livejournal voll kaputter Photobucket-Links abzuschalten, wie sollte ich KuneCoco jemals aufgeben?

Option 3: Ich mache wieder das, was ich will. Zeige meine Taiwanfotos, auf die ich zum Teil sogar richtig stolz bin. Bastle ab und zu meinen geliebten Schweinkram, den von mir aus halt keiner nachbastelt. Drei Posts pro Woche oder pro Monat? Scheißegal, es kommt wie es kommt. Drehe meine Hobonichi-Videos und zeige sie hier. Der gute alte Gemischtwarenladen als Blog. Genau das, wovon dir jeder Berater und jeder Onlinekurs heute abraten würde. Wird das tausende Leser anziehen? Ganz sicher nicht. Wird mir das Spaß machen? Denk schon. Wird mir das ausreichen? I don’t know. Sprechen wir uns vielleicht Ende 2019 wieder und ziehen ein Fazit?

21 Kommentare

  1. 6 Monaten vor

    Ich finde es, so doof das klingt, echt gut, dass du das so schreibst. Denn mir geht es mit meinem Blog genauso. Die selben überlegungen. Mein Blog ist ja auch so ein lustig bunter Gemischtwarenladen der mal mehr Food lastig, mal mehr Bastel oder LARP lastig ist. Ich habe Ende 17 dann tatsächlich mal STatistiken laufen lassen und optimiert und konnte sehen wie ich ein paar mehr Besucher auf die Seite locken konnte. Aber mit der DSGVO habe ich das ganze einfach abgeschaltet. Es war zu frustrierend. Ich müsste so viel mehr Zeit in den Blog stecken, um bei den großen mitspielen zu können und, viel schlimmer, vermutlich meinen Themen einschränken. Das bin nicht mehr ich.
    Für mich war es gut, dass ich eine zweite Person dazu geholt habe und jetzt nicht mehr alles nur an mir hängt. Was gut geklappt hat, weil unsere interessen so ähnlich waren. Wir posten ein oder zwei mal pro Woche und wenn es für uns zu stressig ist, dann gibts halt eine Blogpause. Tut auch keinem weh.
    Was ich nur schade finde ist, dass immer weniger Leute kommentieren. Ich hatte nie viele Leute die kommentieren aber „früher“ hat man eher mal noch nen Kommentar auf dem eigenen Blog zurück bekommen, wenn man in anderen Blogs ebenfalls Kommentare hinterlassen hat.
    Ich hab das Gefühl in den Pausen, wenn ich nicht bloggen „muss“, bin ich viel kreativer und produziere mehr Beiträge als wenn ich versuche mich an Pläne zu halten. Aber bei zwei Leuten braucht es halt ein wenig Planung…
    Ich hoffe sehr, dass du deinen Weg finden wirst dir den Spaß am bloggen zu erhalten.

    • 6 Monaten vor

      Danke dir, Daniela! Hab auch einige Tage überlegt, ob ich den Post überhaupt veröffentlichen soll, aber am Ende dachte ich mir: JA, UNBEDINGT! Du hast absolut Recht: Eine Blogpause tut keinem Weh. Man macht sich da immer viel zu viele Gedanken und nimmt sich selbst zu wichtig. Mehr Gelassenheit muss da in 2019 her.

  2. 6 Monaten vor

    Mir würde definitiv etwas fehlen, wenn es diesen Blog nicht mehr geben würde. Ich empfinde ihn als sehr inspirierend und ich muss zugeben, ähnliche GEdanken wie du habe ich auch schon oft gehabt, aber dann würde mir doch etwas fehlen. Dazu gehört der Blog schon zu lange zu mir dazu. Unglaublich, was würde ich dann auf einmal mit meiner Zeit anfangen? Ich bin inzwischen soweit, dass ich sage: Naja, Hauptsache überhaupt Feedback.

    Ich liebe aber deinen Blog, deine Art und deine Ideen und ja gerne bitte wieder mehr einfach nur von dir. Egal wie oft im Monat, ich lese es gerne 🙂

    • 6 Monaten vor

      Danke dir, liebe Sari <3 Genau den Gedanken hatte ich auch: Was würde ich nur mit meiner Zeit anstellen, wenn es diesen Blog nicht geben würde, haha? 😀

  3. 6 Monaten vor

    Option 3 und zwar mit so viel Spaß wie möglich 🙂 Versuche einfach mal dein ganzes Wissen über SEO und Reichweite abzuschalten. Du weißt ja das Leute mitlesen ist doch egal wie viele. Mein Erfahrung: Je mehr Gemischwarenladen, desto mehr Spaß an der Sache 🙂

    • 6 Monaten vor

      Das versuch ich. ?? Manchmal muss man sich mal ein bisschen auskotzen und sich den Frust von der Seele schreiben. Macht man ja auch viel zu selten! :/ Danke dir, Sven!

  4. Anja
    6 Monaten vor

    Also ich mag deinen Blog sehr ! Ich habe alle deine Schweine- Basteleien auf dem Rechner gespeichert, und verschenke viele gebastelte Dinge davon ! Jedes Jahr zu Weihnachten die Schweine- Weihnachtsbaumkugel 🙂
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du es mit Option 3 versuchst 🙂

    • 6 Monaten vor

      Oh, das ist so lieb, Anja! 🙂 Die Schweinachtskugeln sind auch eine meiner liebsten Basteleien! 😀
      (Und ja, Option 3 ist natürlich der Weg der Wahl!)

  5. 6 Monaten vor

    Jaaa weiter machen, irgendwie muss man ja die ehemaligen Schulleute stalken können ohne vor ihrer Tür zu stehen. *hust* Und Laura und ich würden es sicherlich sehr vermissen! Und genau deine Art und deine Mischung kommen hier für mich nur in Frage. Mir sind viele andere Blogs mittlerweile zu langweilig, da nur Werbescheiß oder eine Schublade aufgemacht wird, dein Schwipp schwapp find ich also gut 😀 Im übrigen fühle dich bitte eingeladen, in FFM auf ne Nähsession oder so vorbei zu kommen 😉

    Liebe Grüße!
    Marta

    • 6 Monaten vor

      Haha, wo sollte man denn sonst stalken????? 😀 Bin ja nicht auch noch überall sonst in diesem Internet, Martaaaa!
      Danke dir. <3 Vielleicht machen wir das mit der Nähsession nächstes Jahr tatsächlich mal? Würde mich freuen!

  6. 6 Monaten vor

    Ich kann´s so nachvollziehen 🙂
    Bzw. wenn ich du wäre,würde ich Option drei nehmen.

    Blogge selber seit Anfang der 2000er. Also schon eine richtig lange Zeit. Ok,zunächst war es eine statische HTML-Seite und ein Blog auf myBlog. 2006 oder so kam dann ein eigenes WordPress und irgendwann hab ich die HTML-Seite eingestampft,weil es schlichtweg zuviel Aufwand war,beide Seiten.

    Ich hab mich schon so oft gefragt „was machst du hier eigentlich ?! Lesen tut´s eh keiner,kommentieren tut auch niemand mehr…Besucherzahlen …?! Mein Blog ist kein Themenblog,kein super stylischer Trendblog oder what ever. Sondern eben,privat,just for fun,wird gefüttert mit dem was mir gerad in den Kopf kommt. Daran hat sich nie was geändert.
    Vom bloggen leben,wie manch anderer stylischer „In“ Blog ?! Kann ich von träumen .. oder auch nicht. Auch bin ich kein Socialmedia-Typ. Instagram,Facebook hab ich zwar,müsst ich aber nicht bzw. könnte gut drauf verzichten. Die paar Instafollower die ich habe,wo man sofort entfollowed (gibt´s das Wort überhaupt ?!) wird,wenn man nicht täglich mindest 1 Foto raushaut… pfffft.

    War mehrfach kurz davor die Seite endgültig dicht zu machen. Aber nach so vielen Jahren kann ich das auch nicht mehr 🙂
    Ich zieh den alten Gemischtwarenladen durch. Punkt ^^

    Mir fehlen diese gemischten Blogs von früher. Wo jeder einfach das gemacht hat was er wollte. Und nicht zwangsläufig auf was weiß ich nicht was raus war. Findet man doch kaum noch. Was ich sehr sehr schade finde.

    L.G
    Blackmoon

    • 6 Monaten vor

      Option 3 ist auch absolut meine Wahl, vielleicht kam das nicht so gut raus. 🙂 Die anderen beiden Optionen sind eigentlich keine Optionen, weil das einfach nichts für mich wäre. Ich hab lange überlegt und mit vielen Leuten gesprochen, aber so ist es nunmal. Yay für mehr Gemischtwarenläden!

  7. 6 Monaten vor

    Ich blogge ja auch schon gefühlt schon immer, seit 2003 oder so, und diese ganzen Veränderungen, die du beschreibst, habe ich auch miterlebt.

    Dass du dich für Option3 entschieden hast, finde ich großartig – nicht nur, weil ich bei dir gern mitlese und es schade gefunden hätte, wenn es KuneCoco nicht mehr geben würde. Sondern weil ich solche nicht knallhart durchoptimierten Blogs auch generell lieber mag… und wer weiß, je mehr von den „alten Hasen“ sich trauen, wieder in so eine Richtung gehen, desto mehr verbreitet sich diese Art des Bloggs vielleicht auch wieder.

    Deine kleine Grafik mit den Schnittmengen ist so süß, aber irgendwie halt auch traurig, und ich hab ein schlechtes Gewissen, dass ich trotzdem darüber schmunzeln musste.

    Ich glaube, das geht letztlich aber jedem so – dass man ganz unterschiedliche Interessen vereint und es kaum jemanden gibt, der 1:1 genau so gestrickt ist. Das fällt halt oft nur nicht auf, weil nicht jeder alle Herzensthemen gemeinsam auf einem Blog thematisiert. Finde ich aus Lesersicht aber auch nicht schlimm – ich mag deinen Schweinecontent, während mich die Hobonichis nicht so interessieren. Von denen habe ich aber überhaupt erst durch dich erfahren… und genau auf die Weise erweitert man schließlich seinen Horizont. Filterblasen sind doof unzo. 😉

    Was mir übrigens grad auffällt: das Kommentarfeld hier ist arg klein und irgendwie schmaler als der Inhalt, ich muss grad immer ein bisschen horinzontal darin herumscrollen, um den Anfang und das Ende meiner Zeilen zu sehen?

    Setz dich nicht unter Druck mit KuneCoco – wichtig ist, dass dir die Zeit damit Freude bereitet, alles andere kommt an 2. Stelle. 🙂

    Liebe Grüße
    Anne
    (bei der im Blog ab und an Pferde auftauchen… schuldig im Sinne der Anklage 😀 )

    • 6 Monaten vor

      Dankeschön, Anne! Du hast Recht, vielleicht braucht es tatsächlich einfach wieder ein paar Leute, die einfach machen und nicht immer nur Nische und Zahlen etc. im Kopf haben, sondern das hier einfach wieder mehr aus Spaß und Freude und Herzblut machen.

      Danke auch für dein Feedback zum Kommentarfeld! Du hast Recht, das ist echt ein bisschen klein und unpraktisch… Da muss ich nochmal ran. Pack ich mir auch mal auf die To Do Liste fürs neue Jahr! 🙂

  8. Anja
    6 Monaten vor

    Ich lese deinen Blog immer noch echt gerne. Auch wenn ich eher ein Hunde- & kein Katzenbesitzer bin, noch nie das Bedürfnis hatte nach Taiwan zu reisen und auch kein Hobonichi führe, dafür aber das ein oder andere für mein Bulletjournal bei dir abgucke 😉 Dafür finde ich Schweine auch echt toll! & hauptsächlich lese ich deinen Blog, weil ich deinen Schreibstil mag & du authentisch bist! (:
    Ich lese schon einige Jahre Blogs, habe vielen Blogs mittlerweile aber entfolgt, weil es zu viel Werbung gab die nicht zum Blog passte und viele Themen gestrichen wurden die vermutlich zu wenig Leser interessant fanden… Die kleineren Blogs mit gemischten Themen wurden durch die DSGVO dann auch leider weniger und jetzt folge ich nur noch wenigen Blogs…
    Was ich damit sagen will: Es gibt immer noch Leser, denen die „kleinen Gemischtwarenläden“ am liebsten sind, auch wenn es wenige sind & solange es dir Spaß macht, freuen wir uns wenn du mit den bisherigen Themen weiter bloggst! (:
    & wenn nicht, folge ich dir trdm noch bei Instagram und schaue mir deine lustigen Storys an 😉
    Dort folge ich übrigens auch lieber den kleinen „authentischen“ Accounts (:
    Liebe Grüße, Anja

    • 6 Monaten vor

      Danke dir, Anja! <3 Ich bin auch großer Fan vom Gemischtwarenladen, aber dieses Jahr hab ich mir zu oft "reinreden lassen" – also, ich hab mir selbst den Spaß hieran genommen. Und das muss ich 2019 dringend in den Griff kriegen!

  9. 6 Monaten vor

    wie schon auf insta erwähnt, du sprichst mir aus der Seele!
    ich lese deinen blog nach wie vor gerne, weil er eben nicht „mainstrem“ ist, aber wohl auch der grund warum man nicht „reich“damit wird.

    habe mich vor einem jahr auch schon gefragt, wohin ich mit meinem blog letztlich will:
    https://www.kawaii-blog.org/2018/01/06/we-try-to-make-it-work/

    gekommen ist es irgendwie trotzdem ganz anders.

    Aber ich finde wir sollten uns wieder mehr auf uns selbst fokussieren 🙂

    guten rutsch ins neue jahr!

    • 6 Monaten vor

      Das stimmt, das sollten wir, liebe Thi. Ich wünsch dir auch einen guten Rutsch! <3

  10. 5 Monaten vor

    Ich glaube, ehrlich gesagt, um die Interessen muss man sich gar nicht so riesige Gedanken machen. Ich wusste, bevor ich es bei dir gelesen habe, gar nicht, was ein Hobonichi ist. Taiwan als Reiseziel habe ich auch erst seit deinem Blog auf dem Schirm. Und Schweine sind cool, aber ich bin wohl kein so großer Fan wie du 😉 Und trotzdem lese ich gerne bei dir mit, weil du so sympathisch schreibst und deine DIYs richtig richtig cool sind. Ich bin der festen Überzeugung, man kann Leuten auch mal neue Dinge präsentieren oder vielleicht sogar von ganz neuen Hobbys begeistern 🙂 Außerdem, was DIYs angeht, sind die ja immer nur eine Inspiration und müssen nicht 100% nachgemacht werden. Ob ich dann in meiner Version aus dem Schwein einen Pinguin oder einen Flamingo oder eine Küchenschabe mache, ist ja mein Ding 😉 Du hast dann vielleicht weniger Leser, die von Google kommen, aber dafür Stammleser, die hier dabei sind, weil sie dich sympathisch finden, auch, wenn sie selbst weder Hobonichi noch Schweine haben noch jährlich nach Taiwan reisen. Und das ist ja eigentlich sogar schöner als extrem hohe Zahlen. Ich finde, du kannst echt stolz auf deinen tollen Blog sein (dem man übrigens auch anmerkt, dass er mit Begeisterung gemacht wird, und das ist bei Blogs mittlerweile selten geworden). Alles Liebe!

  11. Tini
    5 Monaten vor

    Und genau solche Blogeinträge fesseln mich extrem. Wenn man merkt, dass andere auch nur Menschen sind und gleich ticken wie man es selber tut. Mach bitte das was dir Spaß macht, denn nur das ist wichtig.

  12. […] Dezember 2018 habe ich hier bereits schon einmal über meine „Blogmüdigkeit“ geschriebe…. Inzwischen bin ich leider noch immer nicht viel weiter. Der Spaß ist noch immer nicht […]

Wer schreibt hier?

Jenni Jenni, 29, hat einen Schweine-Tick und wohnt zusammen mit ihren beiden frechen Katern, den Schnurrberts, seit vier Jahren im schönen Düsseldorf. Schreibt hier auf KuneCoco seit 2012 über DIY und – natürlich – Schweine!
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