Wann ist Bloggen eigentlich zur Last geworden?

Es gibt immer Phasen, in denen durch die Blogosphäre ein Hauch von Gejammer geht. Ja, ich sage bewusst "Gejammer", weil ich es nicht verstehen kann. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß/bekannt/beliebt/neu/etabliert ein Blog ist. Auch in den letzten Wochen und Monaten lese ich immer öfter wieder Posts zu dem Thema und kann meist nur den Kopf schütteln.



"Ich hab so wenig Leser, dabei geb ich mir doch solche Mühe!" 


Als ich auf LiveJournal angefangen habe, war ich in einem Kreis von vielleicht maximal 20 Leuten, die ihre Posts immer gegenseitig gelesen und kommentiert haben. Lange Jahre (Schuld war ein kleines Stalker Problem), habe ich meinen Blog ausschließlich auf "privat" gestellt, sodass nur meine ca. 20 LiveJournal-Freunde meine Posts lesen konnte. Und das war okay so! Erst 2010 schrieb ich wieder langsam auch mal den ein oder anderen öffentlichen Post, bis ich dann 2012 komplett von LiveJournal wegging und hier auf Blogspot einen Neuanfang wagte.

Ja, ich blogge schon sehr lange. Nein, ich habe keine tausende von Leser. Ich hab mal scherzhaft gesagt, dass es wohl niemanden gibt, der schon so lange so unerfolgreich bloggt wie ich. Und soll ich euch was sagen? Ich liebe es zu bloggen. Trotzdem? Trotzdem. Du brauchst keine Vierstellige, fünfstellige Leserzahl um Spaß an deinem Blog zu haben. Wenn dir diese dumme Zahl so wichtig ist, dann kauf dir Follower dazu, das kostet heutzutage nur ein paar Euro.

Hätte ich nicht gern mehr Leser?


Jetzt zu sagen, Leser sind mir vollkommen egal, wäre natürlich auch falsch. Ich freue mich über jeden einzelnen, der ab und an die Zeit für einen Kommentar oder eine E-Mail findet. Aber fühle ich mich schlecht, weil ich keine Drölftausend Aufrufe jeden Tag verzeichnen kann? Liege ich deshalb abends im Bett und grübele, was ich denn bloß falsch mache? NEIN!

Das häufig gehört Argument "dann schreib doch Tagebuch" finde ich auch nicht richtig. Das ist eben nicht dasselbe. Und damit meine ich noch nicht mal die fehlenden Leser. Jeder freut sich über Kommentare, Lob, gut gemeinte Kritik. Aber mir macht es Spaß, Fotos zu schießen und zu bearbeiten, an meinem Layout rumzubasteln, Videos zu schneiden, lustige Gifs zu integrieren, vielleicht auch mal SEO-technische Aspekte auszuprobieren. Mach das mal mit einem Tagebuch!

Mein Leben ist durchschnittlich – ich hab einen ganz normalen Bürojob, reise (leider) nicht oft (und wenn, dann nur ins unpopuläre Taiwan :D), koche oder backe selten fancy Stuff und hab weder das Geld, noch den Modesinn, ein Fashionmädchen zu sein. Daher blogge ich, über das was mir Spaß macht: Schweins, einfache DIYs, Taiwan und anderen Kram. Meine Fotos sehen nicht aus, als stammen sie direkt aus einer Frauenzeitschrift und meine Texte lektoriere ich nicht völlig auseinander, sondern schreibe lieber, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

"Ich halte diese Perfektion nicht mehr aus!"


Jedes Mal, wenn ich so einen Satz lese, könnte ich anfangen vor Wut zu kochen. Sind wir echt zu blöd, das echte Leben von einem Blog (Instagram, YouTube, Facebook...) zu unterscheiden, auf dem es natürlich nur einen minimini Ausschnitt eines anderen Lebens zu sehen gibt? Ernsthaft? Kriegen das so wenig junge Menschen auf die Kette? Nur weil ich mir einen Blog ansehe, der sich ausschließlich um die angenehmen Dinge im Leben dreht und voll von schönen Fotos von Blumen und Gebäck und schöner Dekoration ist, verfalle ich nicht direkt in eine Depression und heule rum, wie langweilig mein Leben ist, während ich mir eine Tiefkühlpizza aufwärme und mich in Jogginghose aufs Sofa schmeiße. NEIN! Ich freue mich über die schönen Fotos der selbstgemachten Mega-Quiche, beiße trotzdem genüsslich in mein Fast Food und finde mein Leben gut so wie es ist!

Und wenn ihr keinen Bock habt, immer nur perfekt auf eurem Blog zu erscheinen, dann machts halt nicht. So einfach ist das. Postet mal eure größten Fails! Ich hab mal darüber gepostet, wie ich mir dank eines YouTube-Tutorials die Haare verschnitten hab. Oder euch meine verbrannten Geburtstagsmuffins gezeigt. Das ist witzig (finde ich jedenfalls) und macht mich jetzt auch nicht zu einem schlechteren Blogger.

In der letzten Zeit bin ich häufig Blogs entfolgt, weil sie mir so austauschbar erschienen. Wenn ich die Posts in meinem Reader durchlas, konnte ich oft gar nicht unterscheiden, welchen Blog ich da las. Zu ähnlich sehen sich die Fotos, zu nichtssagend sind die Texte. Damit will ich jetzt nicht sagen "Macht alle wieder hässliche Handyfotos wie früher". Ich würde mir nur einfach mehr Mut zu "aus der Norm"-Fotos wünschen. Aber wisst ihr was? Es gibt so viele Blogs da draußen, sodass wirklich jeder die für sich interessanten herauspicken kann und ich nicht an anderen Blogs herummeckern muss. Schade finde ich es nur, wenn Blogger aufhören, weil sie die Perfektion und den Druck (den sie sich eigentlich nur selbst machen) nicht mehr aushalten.

Wann ist Bloggen eigentlich zur Last geworden?


Sollte "Bloggen" nicht ein spaßiges Hobby sein, in dem man Spaß an Texten, Fotos, Grafiken und Webdesign vereinen und sich mit Gleichgesinnten austauschen kann? Klar, es gibt auch Blogger, für die ist ihr Blog ihr Business. Dann ist es eben nicht nur Spaß und Tralala. Das kann ich verstehen. Aber die meisten Blogs sind eben nicht hauptsächlich dazu da, Geld einzunehmen. Sondern ursprünglich mal, um Spaß zu haben. Oder um kostenlosen Kram abzustauben. Das solls ja auch geben.

Ich jedenfalls blogge weiterhin über Schweins und Blödsinn. Und vor allem: ich hab weiterhin Spaß am Bloggen. Ohne mir Druck von blöden Zahlen machen zu lassen.

Kommentare:

  1. Mh das frage ich mich auch oft, wann ist bloggen zur Last geworden. Es gab eine Zeit, da hätte ich am liebsten auch alles hin geschmissen. Auf vielen Blogs ist alles so perfekt, dass einem der eigene Blog scheisse vorkommt. Aber immer wenn ich mir darüber Gedanken gemacht habe, aufzuhören, fällt mir ein, dass es mir doch eigentlich Spass macht und nur darum sollte es doch gehen.

    Mittlerweile sehe ich das alles lockerer, ich ärgere mich zwar immer noch, wenn mir meine Fotos nicht gefallen, aber ansonsten sehe ich das ganz einfach. Leute, die meinen Stil mögen, die lesen meine Posts und die anderen eben nicht. Geld will ich sowieso keines verdienen mit meinem Blog, es ist und soll ein Hobby bleiben^^

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  2. Liebe Jenni,
    ich bitte dich inständig darum, weiterhin über Schweins und Blödsinn zu schreiben. Denn das ist doch genau das, was deinen Blog und dich ausmacht und genau darum soll es gehen. Ich gebe dir recht: Gerade ist wirklich irgendwas im Busch, was sicherlich nicht zuletzt an dem steigenden öffentlichen Interesse an Blogs liegt. Blogs werden nicht nur für "normale" Menschen interessant, sondern auch für die, die genau mit diesem Medium ihr Geld verdienen wollen. Und das ist kann dann für ganz normale Blogger, die mit Spaß und Freude mit diesem Hobby angefangen haben, auf einmal auch zur Last werden, weil sie vielleicht nicht mit dem Erfolg oder der großen Aufmerksamkeit umgehen können. Das ist schade. Denn immerhin kann doch jedem selbst bewusst werden, warum er mit dieser kleinen Idee mal angefangen hat. Genau an diesem Gedanken sollte man festhalten. Dann macht es auch weiterhin Spaß, da bin ich mir sicher.

    Danke für den Post!
    Hab noch einen schönen Abend,
    Sarah

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  3. Jenni! Ja, genau!!! Das finde ich auch.
    Wenn mich meine Kollegen-Entwickler-Nerds fragen, wie sich mein Blog macht...guck ich auch immer nur verdutzt und sage: Lies doch selbst. Ich prügel den noch nicht meine 3 Visits von Donnerstagabend um die Ohren...damit die mir wieder erklären können wie ich mit ein bisschen hier und da Klickerei und Kauferei zu Ruhm und Reichtum komme...
    Es ist und bleibt ein Hobby und sich selbst unter Druck setzen mit Redaktionskalendern, Perfektion und dem Wunsch eines Leser ("schreib doch mal wieder über...) nach zu kommen, ist doch völliger Unsinn.
    Man ist ja nicht ohne Grund sein eigener Chef auf seinem Blog...da kann man auch mal Nein zu sich selbst sagen!

    Mach weiter so wie bisher, ich hab Spaß an deinem Blog.
    Sonnige Grüße aus Dortmund

    Svenja

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  4. Vielen lieben Dank für den Artikel, auf den ich über deinen Kommentar bei Heldenwetter gestoßen bin. Mein Blog ist noch nicht alt und ich hab ihn auch gestartet, weil ich gerne schreibe (ob gut, müssen andere entscheiden). Aber schon bald hab ich mich total unter Druck gesetzt gefühlt, weil ich dachte ich müsste auch so perfekt sein wie viele der großen Blogs. Das hat mir total den Spaß genommen und ich hab die Bremse gezogen. Mein Blog ist mein Hobby, ich mach das weil es mir Spaß macht. Wenn dann noch ein paar Leute es lesen und kommentieren, dann freu ich mich wie ein Schneekönig. Aber ob mir jetzt 20 oder 2000 Leute folgen, ist kein Kriterium. Seit ich das beschlossen habe, geht´s mir wieder gut.
    Solche Artikel wie deiner bestärken mich dann immer wieder, dass die Entscheidung richtig war.
    Ich mag deinen Blog wirklich gerne und werd ihn in die Leseliste aufnehmen - gerade weil er einzigartig ist und eben nicht die perfekten Blogs nachahmt.
    Liebe Grüße
    Ines

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  5. Ich bekomme das auch so oft mit, dass Leute unglücklich sind, weil sie denken mit ihren Sachen nicht genug Leute zu erreichen. Zu schauen, wieviele Beiträge sie wann veröffentlichen. Ich denke da immer gar nicht drüber nach, mache einfach und mal fahre ich damit ganz gut und mal eher weniger, ist dann halt so. Klar hat man immer ein halbes Auge auf die Statistiken, denn interessant sind sie ja doch, aber ich sehe sie nicht als Ausschlaggebend.

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  6. Ach, ich finde so ein bisschen "gejammer" manchmal okay. Das tut auch mal gut. Also wegen ausbleibender Kommentare oder Besuche oder einem Inspiration Loch. Da lässt man dann alles raus und danach geht es wieder frisch los. Das hilft vielen einfach. Mir auch :)

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  7. Genau so.
    Und vielleicht ist dieses Gejammer ja auch einfach nur etwas, was viele meinen mitmachen zu "müssen" ...
    Liebe Grüße
    Christiane

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    1. Ja, vielleicht ist auch das ein Trend... (der hoffentlich vorüber geht ;) )

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  8. Ich möchte dich gerade drücken. Richtig feste. Und rufen: "Jaaaa. Verdammt. Jaaa."
    Die ersten Absätze habe ich noch abgenickt, und dachte: "Stimmt. Da hat sie vollkommen Recht."
    Als es dann zum Part über Perfektion kam, rief ich laut: "Genau. Das denke ich auch."
    Überall diese Perfekten Bilder und Themen. Klar, hat alles seine Berechtigung und Interessenten. Wenn es nichts für mich ist, muss ich nicht darauf klicken. Aber ich würde mir auch mehr Blogs wünschen, die nicht perfekt sind. Die weniger rüschig und blüschig sind.

    Yeah!

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  9. Ich muss dir echt rechtgeben, vorallem momentan finde ich es wirklich schwer zu bloggen. Mir fehlt die Motivation. - "Alles ist schon da gewesen".
    Momentan herrscht eine Kommentarflaute, was ich wirklich schade finde, da ich den Kontakt zu Lesern eigentlich am allerliebsten mag und mich das auch irgendwo motiviert.
    Dann ist dein Blogger-Feed noch vollgepackt mit - immer demselben. Bloggen ist anstrengend geworden in dem Sinne, dass man sich immer neu erfinden muss, immer größere Maßstäbe an sich selber setzen muss /: Schade eigentlich.

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

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  10. Mir geht es bei anderen Blogs leider auch oft so. Nur weiße Kleidung, vegane Ernährung, jedes Wochenende gemütlich frühstücken gehen und einfach ein perfektes Leben. Ich bin darauf keineswegs neidisch, da entfolge ich einfach und fertig. Aber ich finde es so wahnsinnig schade, dass sich so viele keine großen Gedanken über den eigenen Blog machen :( Ich liebe es, immer mal wieder neue HTML und CSS Codes auszuprobieren und mal neue Fotoperspektiven zu testen. Schöner Post! :)
    Liebe Grüße ♥
    iivorybeauty

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  11. Lustig, dass wir da beide so ähnliche Gedanken zur gleichen Zeit hatten :D Kann gut sein, dass wir eine ähnliche Blogroll haben. Deinen Artikel finde ich wirklich grandios, den sollten sich viele Bloggerinnen definitiv zu Herzen nehmen!

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  12. Hach Jenni, ich kann nur sagen, ich lese deinen Blog super gerne und ich freu mich immer über deine überaus gelungenen Posts. Sich nur über seine Leser zu definieren ist bestimmt nicht richtig, wenn der Blog gut ankommt freut man sich natürlich, aber wie du sagst es soll ein schönes Hobby sein und nicht zum Zwang werden.
    Gegen schöne Fotos spricht nichts wie ich finde, ich schau mir gerne hübsches Essen auf Blogs an. Aber ja, Mut zur Hässlichkeit! Ich nehm meine Fotos z.B. auch genau so wie sie sind, ich hab noch nie eines bearbeitet; Photoshop wird mir für immer ein Rätsel bleiben :-)

    Mach weiter so, ich freu mich mehr über die Schweins zu lesen.

    Alles Liebe,
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  13. Danke für diesen Post!
    Was der Welt wirklich fehlt sind solche selbstbewussten, authentischen und ehrlichen Worte. Dann verstehen es vielleicht auch all die jungen Mädchen und Damen die sonst durch Selbstzweifel irgendwann an sich selbst zu Grunde gehen.

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  14. Ein wunderbarer Post. Ich kann sowas immer total schwer selbst in Worte fassen, denke aber ähnlich wie du! :D. Sehr gut geschrieben.

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  15. Gut gesagt! :D Das sollte sich jeder mal zu Herzen nehmen. Ich mag deinen Blog! Genau wie dich höhö. Auch wenn ich leider nie mitkriege, wenn du nen neuen Post hast ^^

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    1. Aw, wie lieb. <3 (Hoffentlich kriegst du meine Antwort überhaupt mit xD)
      Ich poste ja seit kurzem immer auf Twitter, sobald es nen neuen Post gibt – vielleicht hilft das. ;D

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  16. "Meine Fotos sehen nicht aus, als stammen sie direkt aus einer Frauenzeitschrift und meine Texte lektoriere ich nicht völlig auseinander, sondern schreibe lieber, wie mir der Schnabel gewachsen ist."

    Das ist ziemlich witzig und trifft die deutsche Fashionblogosphäre echt auf den Punkt - habe in meiner Arbeit unter anderem argumentiert, dass die Posts bei den Deutschen echt extrem sich nach den Magazinen richten und vor Perfektheit nur so strotzen. Das ist in Japan und Korea ganz anders, da präsentieren sich die Leute irgendwie "echter". (Oder im Falle Japans manchmal halt auch gar nicht.) Ich mein, ich guck mir sowas gerne an aber glaub ich dass das Leben bei denen wirklich so aussieht? Nee. Ich sehs ja bei mir. Mein Instagram-Account sieht wesentlich präsentabler aus als mein echtes Leben - aber das ist ja auch der Reiz daran. Dass zu unterscheiden, sollte eigentlich jedem Leser klar sein.

    Und im übrigen bin ich auch so eine ewige unerfolgreiche Bloggerin, denn ich blogge auch schon seit 13(!) Jahren und war jahrelang Teil einer winzigen, aber auch schönen Community :) Mir sind Leser wichtig, da ich die Interaktion liebe aber brauche ich 10,000? Da wäre ich wahrscheinlich eher überfordert mit. Auf jeden Fall mal wieder ein sehr schöner Post liebe Jenni! :)

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  17. Liebe Jenni,

    deinen Post finde ich super und herrlich erfrischend!
    Allerdings, wenn ich mir hier so die Liste an Kommentaren anschaue, scheint es mir doch so, als hättest du eine ganze Reihe an Lesern. Außer Freunden aus der "realen Welt" habe ich leider gar keine regelmäßigen Leser und das kann nun mal manchmal schon deprimierend sein. Ich habe auch angefangen zu bloggen, weil es mir einfach Spaß macht, und mein Ziel war nie eine riesige Leserschaft aufzubauen, aber eine Handvoll Leser wäre trotzdem mal ganz schön :) Trotzdem würde ich nie auf meinem Blog darüber jammern, und versuche einfach weiter zu machen und den Spaß daran nicht zu verlieren.

    Ich korrigiere meine Texte übrigens auch kaum. Ich schreibe einfach so drauf los und besser dann meistens nur noch die Rechtschreibfehler aus ;)

    Viele liebe Grüße,
    Leona

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    1. Hi Leona,
      ja, das stimmt: ich habe zwar im Vergleich zu größeren Blogs weniger Leser, aber dafür sehr aktive – und das ist mir so viel Wert und ich bin sehr dankbar dafür!

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  18. Ich finde deine Einstellung super! Ich habe auch oft das Gefühl, dass es manchen nur um die Leseranzahl geht und weniger um den Inhalt ihres Blogs. Ich finde es gut, wenn Leute authentisch sind, ob ihr Hobby jetzt das Falten von Servietten ist oder in den Wolken am Himmel Muster erkennen. Es geht schließlich nur um den Spaß und es ist immer toll, wenn man Gleichgesinnte findet, die deine Interessen teilen.
    Irgendwie hat dieser Leistungsdruck und immer höhere Zahlen beinahe die ganze Gesellschaft angesteckt. Man MUSS der beliebteste und erflgreichste sein, koste es was es wolle. Auch wenn man in den meisten Fällen sich selbst hintergeht und das macht, was man nicht einmal mag... das machen schließlich die meisten...
    Beim Blogen wie auch im echten Leben soll es darum gehen, man selbst zu sein, Freude empfinden, an den Sachen, die man kreiert, oder wie du sagst sich auch mal verhauen hat. Das Leben ist nicht perfekt und wir alle sind es auch nicht. UND DAS IST AUCH GUT SO! :)
    Es freut mich immer sehr solche netten und einzigartigen Leute wie dich kenenenzulernen! :)
    Wie es in einem Zitat so schön heißt "Nicht jede graue Masse hat etwas mit Hirn zu tun.". ;)

    Ich wünsche jedem Menschen die Freiheit, das zu machen, was ihm Spaß macht und so zu sein, wie er ist, egal was der Rest der Welt denkt!

    Viele liebe Grüße
    Tatjana

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  19. Danke! Ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen, irgendwo wurde der Link zu diesem Beitrag geteilt und ich war neugierig. Ich kann wirklich nur sagen: Danke! Ich finde es richtig schön, wie du dieses Thema angesprochen hast und vielleicht mache ich mir in Zukunft etwas weniger einen Kopf um Perfektion. xD

    "Das ist witzig (finde ich jedenfalls) und macht mich jetzt auch nicht zu einem schlechteren Blogger." Nein, es macht dich zu einem menschlichen Blogger. Viele wirken schon fast wie Maschinen. :/ Ich schau mir jetzt auf jeden Fall noch ein paar andere Beiträge bei dir an. ^^

    Ganz liebe Grüße
    Shanee

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  20. Schöner Beitrag - und so Richtig.

    Dieser Zwang einiger alles mitmachen zu müssen, jedem Trend hinterher zu rennen - fürchterlich. Und dann rum jammern, das doch alle Blogs gleich aussehen. Ne, da mache ich lieber mein eigenes Ding, was nicht heißt, gar nicht mehr über den Tellerrand zu schauen.

    LG Thomas

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  21. genau nämlich, und das mit Taiwan finde ich irgendwie sehr spannend, wie kommt man auf so ein Reiseland, frage ich mich immer wieder

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  22. Ich habe zwar nicht so viele Jammerbeiträge in meiner Liste. Aber du bringst es sehr schön auf den Punkt. Ich bin zum Glück sehr glücklich mit meinem Blog. Es ist mein Hobby. Wenn ich mal 1-2 Wochen keine Lust oder keine Zeit zum bloggen habe, dann ist das halt so. Ich blogge nun Mal auch viel übers Basteln und dann dafür muss ich auch Zeit haben.
    Ich hätte natürlich auch gerne ein paar mehr Leser oder Kommentare aber dafür freue ich mich dann umso mehr, wenn Leute mir einen Kommentar schreiben oder mich eine Grundschullehrerin anschreibt, ob es ok ist, dass sie meine Anleitung in ihrer Klasse verwendet.
    Ich habe allerdings irgendwann mal für mich entschieden, dass ich nicht nur selbst Kommentare erwarten darf. Ich versuche inzwischen tatsächlich, unabhängig von der Blog größe, immer einen kurzen Kommentar zu hinterlassen, wenn mir ein Eintrag gefällt.

    Ich stelle in der letzten Zeit immer wieder fest, dass mich viele meiner abonierten Blogs anfangen zu langweilen. Oft klicke ich sie einfach weg. Weil alle so steril und perfekt sind. Bei einigen überlege ich schon, ob ich sie entfolge aber manchmal kommt dann doch wieder ein Post, der mich interessiert.

    Insgesamt sage ich mir aber immer wieder: Es ist mein Blog.
    Ich möchte, dass mein Blog MIR gefällt. Egal wie chaotisch er von seiner Themenbreite ist.

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  23. I think that at some point we all start feeling the heat and the pressure to do better as bloggers... Yes, for many of us it starts out as a hobby and we don't think we'll ever get too serious about it but then the ball just starts rolling, you get bigger, better and it all starts to get serious and all about the numbers. It's sad, I agree. Blogging should NEVER feel like a chore. We should do it because we genuinely enjoy it. And we should do it for ourselves, not for anyone or anything else.

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  24. Liebe Jenni,
    ganz offensichtlich ein Reizthema! Ich bin da der gleichen Meinung wie du. Es macht auch keinen Sinn sich da selbst so einen Druck zu machen, wenn in einer Woche nur ein Blogpost erscheint, weil eben Dinge aus dem "echten" Leben mehr Zeit in Anspruch nehmen oder einfach wichtiger sind ist das halt so. Punkt. Da in Hysterie zu verfallen und dann irgendwas zu posten nur um regelmäßig was online zu stellen finde ich doof. Für mich ist der Blog eine gute Möglichkeit meine Kreativität in (für mich) sinnvolle Bahnen zu lenken und mich intensiv mit z.b. Foodfotography etc. auseinander zu setzten weil mich diese Themen wirklich interessieren! Der Blog ist eine wunderbare Möglichkeit dazuzulernen und kreative, inspirierende Menschen "kennenzulernen". Ein fettes Danke das du mich dazu inspiriert hast!
    Liebste Grüße
    Simone

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  25. Liebe Jenni,
    dein Beitrag ist einfach super und spricht mir aus der Seele. Ich blogge auch schon seit Ende 2012 und habe keine 1000 Follower auf Blogger. Mir macht das nichts aus! Über Facebook, Instagram und Mundpropaganda kommen auch schon einige Leser zusammen. Und erst gestern hat mich eine Dame persönlich angesprochen und mich gelobt. Sie habe sich meinen Blog durchgelesen und sie wäre sehr begeistert. Das fand ich echt toll :) Diese kleinen Dinge gefallen mir einfach am Bloggen. Was ich alles durchs Bloggen dazugelernt habe!!!! Wahnsinn! Ich interessiere mich mehr fürs Fotografieren, für die Natur und einfach für diese kleinen technischen Feinheiten beim Bloggen. Hätte mir vorher wer gesagt, dass ich mit meinem Fotoapparat durch die Gegend radle und Holunderdolden fotografiere, dem hätte ich dem den Vogel gezeigt!! *g*

    lg Manu

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  26. Du sprichst mir aus der Seele. Ich blogge seit elf Jahren und es gibt eine gute handvoll Leser, die mich seit meinen Anfängen begleiten. Die sind mir so viel mehr wert als Klickzahlen weil sie mit mir in Dialog treten.

    Ich kann mich in meinem Blog austoben, gute und schlechte Fotos zeigen sowie mich auch mal selber durch den Kakao ziehen. Und ich lese gerne solche Blogs, die persönlich sind und jemand mit Herzblut seinem Hobby frönt. Es gibt noch welche da draußen :-)

    LG Mirtana

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  27. Das ist ein großartiger Artikel. Und ich bin da ganz bei dir. Mein Blog macht mich glücklich. Jeden Tag. Und wenn nicht, dann lasse ich es einfach ;)!

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  28. Huhu, bin gerade über eine Verlinkung bei fb hier bei dir gelandet. Seeeehe wahr und richtig, was du schreibst! Vielen Dank für deinen Beitrag! Mir geht es genauso! (Und ich dachte lange Zeit, ICH wäre die einzige, die ewig erfolglos durch die Gegend bloggt...).
    Liebe Wochenend-Grüße,
    Sonja

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  29. Genau so! :) Habe letzte Woche auch einen Post veröffentlicht, in dem ich ein bisschen darüber schreibe warum ich überhaupt blogge. Und hey, ich blogge auch schon ewig ohne große Leserschaft! Aber ich mach´s ja für mich. ;) Also alles ok.
    Hab einen wahnsinnig tollen Tag! :)
    xo Julia

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  30. Liebe Jenni,
    bin gerade über Sonja von wert-voll bei dir gelandet.

    Ich stimme dir voll und ganz zu: Wer Bloggen als Hobby betreibt, der tut es doch (eigentlich!?!) weil es ihm Spaß macht und er Freude daran hat. Ich selbst hatte einfach Lust zu schreiben und Fotos zu teilen. So und momentan habe ich das nicht mehr. Deswegen werde ich eine Pause machen und gucken, ob es mir fehlt, ob ich wieder Lust bekomme, und wenn ja, dann komme ich wieder und vielleicht mit kleineren Abständen.
    Ich habe das doch für mich angefangen und jetzt höre ich wegen mir wieder auf, und ich habe mich ganz bewusst gegen jede Kommerzialität entschieden. Eben weil es nicht zu einem Druck und Zwang werden sollte / und auch nicht wirklich ist. Ich brauchte nur bisschen, um zu merken, dass ich keine Lust mehr habe.

    Kann es auch sein, dass viele sich unter Druck fühlen erfolgreich sein zu müssen? Dass da auch die Professionalisierung durch Workshops & Co. zu führt - wie mache ich meinen Blog erfolgreich & Co.?

    Liebe Grüße (und ich gucke mir dann mal deinen unperfekten Blog an :o))
    Nanne

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  31. Hey, bin auch gerade über die wertvolle Sonja (die vom 3. Kommentar über mir... 13.48 Uhr... ) bei dir gelandet. Bin halt manchmal neugierig, sie hat dich in ihrem post erwähnt. ;-)
    Ich find mein blog ja gut. Und wer's nicht so mag, kann ja weglesen. Wieso muss das jetzt "erfolgreich" sein?? Und was überhaupt bedeutet das? Wann ist denn ein blog erfolgreich???
    Vermutlich bin ich ganz ganz oft einfach zu anspruchslos. Genau. DAS wird es sein. Und deshalb mache ich mir um Vieles gar keinen Kopp. Und dann wundere ich mich, dass andere genau das offensichtlich tun. öhm... ja... und DANN frag ich mich schon ab und zu, ob ich eigentlich ganz normal bin.
    Aber - hey - was soll's. Dann bin ich's halt nicht. Normal kann schließlich jede/r.
    ;-)

    Liebe Grüße vom
    LandEi (mit absolut durchschnittlichem blog, bisweilen etwas verwirrt, aber meistens gut drauf)

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  32. Das ist doch mal ein richtig toller Beitrag zu diesem in letzter Zeit oft gelesenem Thema! Daumen hoch! :)

    Ich hab deinen Blog gerade erst entdeckt (über eine Verlinkung zu diesem Beitrag), aber hier schaue ich jetzt definitiv öfter vorbei!

    Liebe Grüße, Biene

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  33. Hach ja... in letzter Zeit ist das wirklich alles ein wenig merkwürdig geworden, obwohl ich mich auch erinnere, dass vor 1, 2 und auch 5 Jahren immer WIEDER diese Post kommen "Niemand liest das hier", "bei mir kommentiert niemand"... tja, auch ich muss zugeben, dass ich mich über jede Reaktion von Lesern freue, aber irgendwann muss man sich im klaren sein, dass du SO VIEL Zeit für dieses "Hobby" verwendest, dass es vorrangig einfach nur dir gefallen sollte. Punkt. Jede andere Stimme, die sagt, dass was schön ist, ist ein schöner Pluspunkt. Aber auch nicht mehr.
    Und trotzdem ist es schwer, nicht immer auf die Followerzahlen zu schielen. ;-)
    Liebe Grüße
    Christina

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  34. Ohne die bisherigen Kommentare gelesen zu haben, möchte ich nur kurz sagen: Das ist ein toller Artikel und er spiegelt genau wieder, was ich auch übers Bloggen denke! :-)

    Bin über Facebook hergekommen und freue mich schon, dich auf der Blogst zu treffen!

    Liebe Grüße
    Nele

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  35. Alter Post, aber mir wayne, den kommentier ich jetzt dennoch, denn er gefällt mir und ich kann einfach zu 99%% unterschreiben. Ich gehöre auch noch zu der alten Generation Blogger, die bei myblog, xanga, livejournal angefangen haben und mega Spaß daran hatten von ihrem Alltagstrott zu erzählen XD; ~ Allerdings, daher auch die fehlende 1%, habe ich mich dabei ertappt, dass ich mich auf zwischenzeitlich dezent verirrt habe. Plötzlich war ich auf dem Pfad der Pseudo-Professionalität und habe mir unbewusst selber unnötig Druck gemacht, vor allem als ich im Team gebloggt habe, wo ich, was den Content und die 'Professionalität' angebelangt, Rücksicht auf die anderen Bloggermädels genommen habe.

    Also habe ich mir den Entschluss gefasst, wieder solo zu bloggen, und zwar wann und was ich selber will, denn ich entscheide über meinen eigenen Blog. Klar ist es schön, wenn man mehr Feedback bekommt, aber das ist nicht mein Ziel. Ich freue mich lieber über 1 lieben Kommentar, von jemanden der immer wieder zu meinem Blog zurückkehrt, als über 100 Kommentare, die immer wieder nur 1 Satz posten von wegen 'Toller Beitrag'....

    Ich habe zwischenzeitlich auch sehr viele Blogs aussortiert, die mir zu sehr auf die Profi-Schiene aufgesprungen sind, weil sie mich nicht interessieren. Ich sehe die Person dahinter null und scrolle eh nur wegen den Bildern durch *ups* ;P

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Danke für deinen Kommentar!

KuneCoco

KuneCoco
» Ich frage mich,
ob die Erinnerungen für uns Menschen
nicht der Kraftstoff sind, von dem wir leben?

Ob diese Erinnerungen wirklich wichtig sind oder nicht,
ist für das Weiterleben nicht von Bedeutung.
Sie sind nur Brennstoff. «

After Dark
(Haruki Murakami)

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